acappella absurd aktuell

26.04.11 16:11

Ruhm posthum!

Liebe Waschgemeinde,

posthum wird uns noch die Ehre zuteil, nach der wir so lange überall in der Republik gesucht haben. Nun haben wir es schwarz auf weiß für immer und ewig. Wer es als...

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Oh Langenargen - Oh Bodensee - Herrjeeminee

Unsere Allgäu-Tour begann zunächst am Bodensee in Langenargen, was quasi direkt am selbigen dran gebettet ist. Und wir können mit Verlaub behaupten: Hübsch habt ihr LangenargenerInnen euer Dorf an den See drangebaut. Als wir dann den Münzhof betraten, mussten wir schon wieder sagen: hübsch habt ihr die alte Zehntscheuer umgebaut. Und ihr habt auch nicht vergessen, dass man da ein Schild dran nagelt, auf dem klip und klar erklärt wird, wo unser aller Münzgeld herkommt! Unsere Toneule Gerald war jedenfalls so tief beeindruckt, dass er gar nicht mehr wusste, wohin mit den ganzen Kabeln. Naja, kann ja mal passieren. Wir jedenfalls  waren auch hin und wech, wer schon alles im Münzhof aufgespielt hatte. Irgendwie ist unsere Show ja auch eine komische Oper in drei Akten: Beim Einmarsch Catering leerfegen, Bühne abrocken und danach Heiea machen.

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Aber als unser Waschoppa dann kurz Luft schnappen war, um den Boden vom See zu begutachten - also ob da auch alles sauber gefegt war und so - da staunte der nicht schlecht. Wahrscheinlich hat der Bürgermeister davon Wind bekommen, dass die Waschkraft kommt und hat im Nachbardorf einen prima Sonnenuntergang bestellt. Das war ein sehr bewegender Moment für unseren Waschoppa!

Am nächsten Morgen, als wir gemütlich frühstückten, gab es zwei aufregende Momente: Der Gerald durfte das erste Mal in seinem Leben beim Arbeiten Kaffee trinken und der Mospedda hat endlich die Sicherung gefunden, die ihm seit Jahren durchgebrannt ist. Was solln wa sagen, ne Badewanne im Zimmer ham wa auch nicht alle Tage - und wenns auch nicht unsere eigene war ;-)

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Sonthofen - Bildungsreise Teil I

Als wir aus Langenargen abreisten, durften wir erst mal durch eine wundervolle Landschaft düsen und haben zwischendurch mal inne gehalten. Denn das sieht man ja auch nicht alle Tage. Also diese Berge und Täler und was so alles drin rumschwirrt. Auf jeden Fall kamen wir dann erst mal in dieser lustigen Kulturwerkstatt an - und das viel zu früh. Die nette Veranstalterin Frau Bestle schickte uns erst mal auf einen Lehrpfad, denn die Betten mussten noch bestückt werden. Und da fing das mit der Weiterbildung auch schon an. Das erste, was wir lernen durften war: Schau Ziegen nicht in die Augen, denn gejodelt wir überall im Allgäu. Das kann man auf dem Lehrschild nachlesen. Und im Allgäu gibt es noch echtes Männerspielzeug, da war der Pedda ganz hin und wech!

Dann mussten wir in Sonthofen leider in einer Wirtschaft einkehen und konnten uns erst gar nicht entscheiden. Sicher war nur, dass die SonthofenerInnen es verstehen, das Essen hübsch zu servieren - und zwar Allgäugemäß auf Rindertellern!

Was dann passierte, war eine weitere Lehrstunde der Extraklasse für Acappella-Bands. Immer dem Schnaps nach, heißt es irgendwo in einem Lehrbuch. Und das ham wa auch gemacht. Im Schnapsladen wollten wir ja eigentlich nur Andenken einkaufen. Aber als die Cheffin hörte, dass wir Sängerknaben sind, mussten wa dem Chef erts mal ein Liedchen trällern und schwuppsdiwupps waren wir mitten in einer Schnaps-Brennerei-Führung. Das war mal interessant, wie Enzian zu Enzian wird und wie man blau zu blau wird. Das haben wir jedenfalls sehr genossen und nicht bereut. Ansgar hat dann doch die Nase ein wenig zu tief in den Schnapstiegel reingesteckt und hat am Abend eine doppelt kesse Sohle hingelegt - jawoll!

Und wenn der Tom, der uns in Sonthofen die Anlage hingebaut hat, nicht den Tipp mit Diepolz gegeben hätte, wer weiß, wo wir gelandet wären. Naja, dafür hat uns der Tom auch fast den ganzen Frühstückstisch leergefegt. Eine Hand wäscht die andere wa!

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Oh Diepolz deine Höfle-Alp!

Kommen wir nun zum Highlight unserer Allgäu-Tour. Also nicht dass wir da auch gesungen hätten, aber was wir da in Diepolz auf der Höfle-Alpe und in der Bergkäserei erleben durften, war schon ganz großes Kino. Der Tom hatte uns ja hierhin geschickt und wir sind auch brav da hin gefahren. Unterwegs war wieder alles so schlimm schön, wie die ganze Zeit. Ansgar hat auch brav die Hundetüte eingesteckt, um nix schmutzig zu machenh und Gerald war hin und wech vom vielen Schnee. Dann sind wa erst mal den Berg hoch, der Philipp hat sich mit Viehtrieb beschäftigt und die Kühe standen 1A spalier. Dann aber haben wir dieses unfassbare Kleinod, die Höfle-Alp, erblickt: Was für eine Aussicht, was für eine Brotzeit, was für ein kleines paradiesisches Stück Welt! Und bitte nicht über die Wiese laufen gilt übrigens auch für euch Rinder!

Jedenfalls haben wir in der Sonne geschmort und der Pedda musste sich sogar den Kopf bedecken, was in diesen ländlichen Gegenden auch nicht unüblich ist. Unüblich ist aber, dass der Gerald und der Philipp sich so gut mit den ortsansässigen Schafen verstanden haben. Naja, hoffenltlich sagt das nix über den Rest der Band aus? 

Irgendwann haben wir dann aber echt Lust auf Käse bekommen. Im selben Moment kam die Wirtsfrau rausgeschossen und fragte uns, ob wir die Gruppe aus Sonthofebn seien - die Sennereiführung könne nämlich jetzt losgehen. Wir wussten zwar nich so ganz worum es ging, aber wie immer trabten wir brav los!

 

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Beim zweiten Teil unserer Weiterbildung durften wir lernen, wie man oder besser Oppa Käse macht. Denn der gute Konrad hat uns durch seine Sennerei geführt. Und ob ihrs glaubt oder nicht, der nette alte Herr singt seit 50 (fünfzig) Jahren in der Jodlergruppe Niedersonthofen. Naja und eben dieser alte Mann hat uns mal in die Geheimnisse der Käserei eingeweiht, als da wären:

Milch rein, warten und rühren, Käse raus, ablegen und noch mal warten und dann probieren, umlegen und nach etlichen Jahren kommt dann ein leckerer Käse raus! Auf jeden Fall müssen die Gesellen den Käse jeden Tach mindestens einmal umdrehen. Das würde uns auch ganz gut tun!

Lustig waren auch die hübschen Hauben, die wir uns auf die Köppe draufschnallen mussten. Alles nach strengen Käsereigesetzen geregelt. Versteht sich ja von selbst. 

Unser Waschoppa konnte es sich nicht nehmen lassen, und hat seine Paraphe heimlich in einen Laib Käse reingeritzt. Mal sehn, wo der hinterher landet. Wahrscheinlich auf dem Duisburger Wochenmarkt! Und unsere Tonsteule Gerald hat vom Probieren gar nicht genug bekommen - naja bei uns bekommt er ja so was leckeres recht selten ;-)

 

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Wangen - Abschluss der Allgäu-Tour

Hach Wangen, schön, dass wir bei dir den Abschluss unserer Drei-Tages-Allgäu-Tour machen durften. Da wir ja schon einmal in Wangen singen durften. war es auch nicht verwunderlich, dass die Hütte in Wangen voll war! Was ein Fescht! Und für uns natürlich der Oberallgäubringer, das Hotel nur einen Steinwurf entfernt von der Hägeschmmiede. Ganz tolle Planung und ebenso unsere Garderobe. Da musste der Tonsteuler direkt an der Stange seine Klasse beweisen. Und er kanns wie kein anderer!

Was aber mal wieder einsame Spitze war: das kleine Therapie-Einmaleins unseres Bändpädagogen Immo. Was der mit einer Klangschale so zaubern kann, davor ziehen deutschlands Therapeuten ihren Hut. Naja zumindest bis zum ersten Lachanfall vom Waschoppa. 

Und hier endet auch unsere Allgäu-Tour und schön war sie gewesen. Es war ja auch leider unsere letzte gemeinsame längere Konzertreise.

Danke sagen müssen wir vor allem den vielen Helferlein im Himmel, die die ganze Zeit für uns so prima am Sonnenverfolger saßen. 

Jetzt is aber Schluss mit Rumgondeln wa!

Eure zufriedenen Waschmänners

PS: Die schönsten Bilders kommen zum Schluss! Draufklicken vergrößert und dann genießen wa!

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Allgäu Best Of

Draufklicken vergrößert! - Viel Vergnügen beim Schwelgen im Allgäu!






Übrigens: Ein echter Trucker hat stehts sein Bike dabei!

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