acappella absurd aktuell

30.08.10 17:21

Salon Herrenhof

Was solln wa sagen, schön wars und viel zu berichten gibt es aus Mußbach, vom Herrenhof und allem, was sich da drumherum und innendrinnen so zugetragen hat. Da weiß man fast gar nicht, wo man...

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30.08.10 12:43

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-Mo, 13.09.10 Dortmund - Spiegelzelt "RuhrHOCHdeutsch"

-Sa, 18.09.10 Langenfeld - Schaustall

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Da isser, der eine von den beiden Schlumpewecken! Draufklicken und ihr seid nochma bei der Preisverleihung dabei!

And The Winner Is --- Waschkraft!

 

das konnte das KuSch-Publikum am Freitagabend in der Pause der Preisverleihung desselben an die Gewinner des 1. Herborner Kleinkunstpreises testen. Waschkraft erlebte gleich zweimal den Genuss, wie sich hingegen der Kunstguss-Schlumpeweck anfühlt. Die Düsseldorfer A-cappella-Gruppe holte sowohl den  1. Preis der Jury als auch den Publikumspreis. Irgendwie festlich-feierlich ging es zu, am Abend der Preisverleihung in der Kulturscheune. Auch wenn im Vorfeld schon zu erahnen war, wer nicht zu den Preisträgern gehören würde, war die Spannung beim Publikum dennoch groß. Peter Vollmer, fast schon so etwas wie der Haus-Conferencier der KuSch, führte kurzweilig mit eigenen kabarettistisch-komödiantischen Beiträgen durch den Preis-Marathon. Ihm oblag auch die Aufgabe, die Umschläge mit den Gewinnern zu öffnen.

Radiosender HR2 zeichnete die Veranstaltung auf (sie wird am 12. Oktober ab 17.05 Uhr zu hören sein).
Ausgezeichnet mit einem ?Schlumpeweck" und einem Scheck über 1000,- Euro wurde als dritter Preisträger Michael Krebs. Anders als bei seinem Wettbewerbsauftritt ließ er diesmal den Richard Clayderman im Schrank ließ und bedankte sich stattdessen mit scharfen Chansons über Sex in jeder Position und an jedem Ort. Als Zugabe - speziell für Herborn - servierte er ein paar spontane Jingles auf die Kulturstadt Herborn und seinen Schlumpeweck: ?O Schlumpeweck, O Schlumpeweck/ Pasta ist Mista gegen Schlumpeweck" (zur Melodie von ?O sole mio")
Während Scheunendirektor Jörg Michael Simmer den Preis der sechsköpfigen Jury an Michael Krebs überreichte, erhielt der wortgewaltige Duisburger Kabarettist und Comedian Wolfgang Trepper den zweiten Preis, dotiert mit 2000,- Euro, aus den Händen des Herborner Stadtmarketing-Repräsentanten und Jurymitglieds Bernd Rademacher. Auch Trepper bedankte sich herzlich für seinen Preis, sparte sich aber lange Lobreden. Stattdessen witzelte er giftig über geschmacklose Fernsehköche, Auto fahrende Frauen und die Tatsache, das eigentlich immer Klavier-Kabarettisten die Kleinkunstpreise gewinnen, es sein denn, eine A-cappella-Gruppe ist dabei.
Und die war dann auch in Form des Quartetts Waschkraft der Abräumer der langen Herborner Kleinkunstnacht. Daniela Speck von der Sparkasse Dillenburg überreichte den Schlumpeweck und das Preisgeld von 3000,- Euro an die vier smarten Herren in ihren braunen Stresemann-Anzügen, die nicht nur die Jury überzeugten, sondern auch das Publikum. Stellvertretend übergab Clara Eichel für alle, die von der Performance, den Texten und dem Gesang von Waschkraft begeistert waren, einen weiteren Schlumpeweck (gefertigt von Kunstguss Eschenburg und der Fa. Büttner, Hirzenhain) sowie den Publikumspreis in Höhe von 1000,-Euro.

Bevor sie beabsichtigten, einen Teil der Preisgelder im gegenüberliegenden Brauhaus anzulegen, trumpfte das Quartett noch einmal mächtig auf. Etliche Aspekte ihrer Kunst, wie die Folklore und das Thema Liebe, die bei ihrem ersten Auftritt in Herborn noch weitgehend unberücksichtig blieben, holten sie mit Verve und Leidenschaft nach. Mit dem ?Radetzymarsch", Bekenntnissen wie ?Bin ich schön?" oder ihre Versionen von ?Ring Of Fire" und "Ein bisschen Frieden" bestätigten sie, dass sie zu Recht die großen Schlumpeweck-Abräumer waren.
Als nach gut drei Stunden die Feierfreude in der KuSch ausklang, war allen Beteiligten - in Jury und Publikum - klar, dass sich Herborn in den illustren Kreis der Kleinkunstpreis-Ausrichter eingereiht hat. Fortsetzung folgt!
(Text+Fotos: Helmut Blecher)

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